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Science Slams zu Hitze und Luftqualität

Studierende präsentierten ihre empirische Forschungen in Griesheimer Reallabor

copyright: Marit Kleinert

Wissenschaft verlässt die universitären Räume, um mit der Praxis und der Bevölkerung in den Dialog zu treten: Dies war der Leitgedanke für die öffentliche Präsentation empirischer Forschungsergebnisse in Griesheims Grünem Zimmer. Unter der Leitung von Dr. Malve Jacobsen stellten Geographiestudierende des Seminars Hitze und Luftqualität: Präventions- und Anpassungsstrategien in Frankfurt ihre Arbeiten im Format eines Science Slams vor. Dieses Format ermöglicht es, komplexe (humangeographische) Forschungsprojekte verständlich und unterhaltsam in die Öffentlichkeit zu tragen. Zwei Stunden lang verfolgten interessierte Griesheimer Bürger:innen bei (zu den Vorträgen passenden) sehr hohen Temperaturen die Slams, brachten eigene Gedanken ein und stellten Fragen. Ein wiederkehrendes Feedback zu den Vorträgen war der Vorschlag und Wunsch, dass die Studierenden ihre relevanten Ergebnisse der Stadt Frankfurt und ihren Entscheidungsträger:innen zur Verfügung stellen sollten.

Im Fokus der empirischen Erhebungen stand die Stadt Frankfurt (Main), die laut Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe Platz fünf der am stärksten von Hitze betroffenen Kommunen Deutschlands belegt. Die Studierenden entwickelten in Forschungsgruppen hochrelevante soziale, politische und städteplanerische Fragestellungen:

  • Soziale Ungleichheiten bei Hitzemaßnahmen im Westend und Gallus (Frankfurt)
  • Dicke Luft in Frankfurt – über ein unsichtbares Problem und sichtbare Widerstände
  • Frankfurts Karte der (nicht ganz so) kühlen Orte
  • Kaltluftschneisen im Frankfurter Nordwesten: Eine Analyse der Hitzewahrnehmung von Anwohner*innen im Stadtviertel Praunheim
  • Hitze, Natur und Stadtplanung: Klimaanpassungsstrategien im Schönhof-Viertel in Frankfurt
  • Hitzewahrnehmung auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt
  • Extreme Hitze – Extreme Lebenslagen: Belastungen und Schutzmöglichkeiten für suchtbetroffene Menschen im Frankfurter Bahnhofsviertel

Diese Veranstaltung war Teil der diesen Sommer stattfindenden Reallabore der Stadt Griesheim und kam durch die Kooperation von Malve Jacobsen mit der Stadtverwaltung zustande. Auch die Lokalpresse war vor Ort und hat über die Science Slams berichtet: 

copyright: Griesheimer Anzeiger / Text und Fotos von Rainer Bechtold




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